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Media

Here is a selection of Media projects that are currently being funded by the Volkart Foundation or have been funded in the past:

Verband Medien mit Zukunft

Austausch, Vernetzung und offene Infrastrukturen für kleine und mittlere Medienverlage

Foto: © Silas Gotsch

Verband Medien mit Zukunft

Journalismus ist immer weniger ein lukratives Geschäftsmodell. Trotzdem, oder gerade deswegen, braucht es demokratierelevante und verlässliche Informationen, gute Recherche und Meinungsvielfalt.

Im Verband Medien mit Zukunft organisieren sich seit 2017 journalistische Herausgeber:innen, Verleger:innen und Publizist:innen, die unabhängig von den grossen Medienhäusern sind. Sie wollen dazu beitragen, dass die Medienlandschaft der Schweiz lebendig und vielfältig bleibt und setzen sich für Austausch, Vernetzung und offene Infrastrukturen ein.

2024 startete der Verband zusammen mit den Expert:innen für digitale Infrastruktur We.Publish die neue Austauschreihe «Hilfe zur Selbsthilfe». Alle vier bis sechs Wochen treffen sich Publizist:innen, Journalist:innen und weitere Medienmacher:innen online oder vor Ort, um sich zu einem bestimmten Thema auszutauschen, dabei geht es zum Beispiel um Medien-Apps und ihren Nutzen, um erfolgreiche Communitykampagnen oder um KI & Cybersicherheit.

Die Treffen stehen allen Interessierten offen und regen häufig weiteren bilateralen Austausch und die wechselseitige Implementierung von best practices an – echt «Hilfe zur Selbsthilfe» eben.

UseTheNews (Schweiz)

Die Allianz zur Förderung der Nachrichtenkompetenz

Foto: © Michi Steiner / SRG

UseTheNews (Schweiz)

Aktueller Förderzeitraum: 2025 – 2027

Falschnachrichten, Desinformation und Hassbotschaften lassen sich dank KI immer leichter verbreiten. Doch unsere demokratische Gesellschaft lebt davon, dass Bürger:innen sich informiert beteiligen können. Dafür braucht es Nachrichtenkompetenz.

Genau hier setzt UseTheNews, die Allianz zur Förderung der Nachrichtenkompetenz, an. Gegründet wurde der gemeinnützige Verein 2024 von Keystone-SDA, der SRG und dem Verlegerverband Schweizer Medien als Mitglied eines europäischen Netzwerks.

UseTheNews ist der Hub für alle, die Wissen und Angebote rund um Nachrichtenkompetenz suchen, teilen oder entwickeln wollen. Auf der Plattform UseTheNews sind bereits über 200 Angebote sichtbar: Lehrmittel, Workshops, Kurse und Informationsmaterialien für Schulen, Fachpersonen und Eltern.

Darüber hinaus schafft UseTheNews Synergien, kuratiert und entwickelt zielgerichtet neue Formate wie ein „Erste-Hilfe-Kurs“ für Nachrichtenkompetenz für junge Erwachsene oder das „Bild der Woche“ für Lehrer:innen im Unterricht. Mit der Nationalen Nachrichtenkompetenz-Tagung vernetzt der Verein zudem Medien, Bildung, Wissenschaft und Politik.

Das Ziel ist, möglichst viele Menschen in der Schweiz für einen kritischen, souveränen Umgang mit Nachrichten zu stärken und die demokratische Teilhabe nachhaltig zu fördern.

LokalHub

Neue Allianz für investigativen Lokaljournalismus

Foto: © mjh shikder/Pixabay

LokalHub

Aktueller Förderzeitraum: 2025 – 2028

Die investigativen Recherche-Organisationen REFLEKT, WAV  Recherchekollektiv und CORRECTIV.Schweiz spannen zusammen. Über den neu gegründeten LokalHub wollen sie gemeinsam mit Lokaljournalist:innen relevante Recherchen umsetzen.  

Im Lokalen gerät der Journalismus besonders unter Druck. Stellenabbau, Medienkonzentration und fehlende Ressourcen schwächen die kritische Berichterstattung und gefährden den demokratischen Diskurs. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, lancieren die investigativen Recherche-Organisationen CORRECTIV.Schweiz, WAV Recherchekollektiv und REFLEKT den LokalHub.

Durch die Bündelung der Kompetenzen entsteht eine Plattform für Lokaljournalist*innen, die investigativ und qualitativ hochwertig recherchieren wollen und dabei Unterstützung brauchen. Die drei Organisationen behalten ihren eigenständigen Auftritt, nutzen aber Synergien und recherchieren in unterschiedlichen Konstellationen gemeinsam mit Lokaljournalist*innen.

Der LokalHub arbeitet in zwei Richtungen: Die beteiligten Recherche-Teams initiieren einerseits selbst Recherchen und setzen diese gemeinsam mit Lokaljournalist*innen oder im Verbund mit mehreren Lokalmedien um. So erzielen die Recherchen mehr Aufmerksamkeit und entfalten damit auch mehr Wirkung.  Andererseits unterstützt der LokalHub bei Anfragen von aussen: Wenn ein*e Lokaljournalist*in bei der Recherche  an Grenzen stösst, kann der LokalHub mit Expertise und Rechercheleistung unterstützen. 

«Lokaljournalist:innen sind oft die ersten, die Missstände erkennen – aber ihnen fehlen die Mittel, um diese gründlich zu recherchieren», sagt Christian Zeier, von REFLEKT. «Genau hier setzt der LokalHub an.»

Interessierte Lokaljournalist:innen können über die Webseite Teil der LokalHub-Community werden. Wer sich registriert, wird über mögliche Recherche-Kooperationen informiert und kann eigene Rechercheprojekte vorschlagen. So sollen Kooperationen entstehen, die neben der journalistischen Qualität auch die Reichweite der Geschichten erhöhen. Publiziert wird auf lokaler Ebene, regional oder national.

„Mit dem LokalHub wollen wir besonders Journalist*innen gemeinwohlorientierter Medien stärken, die im Allgemeinen über wenig Ressourcen für grössere Recherchen verfügen“, betont Marc Engelhardt von CORRECTIV.Schweiz. Dies schliesse die Beteiligung gewinnorientierter Medienhäuser nicht aus.

Neben gemeinsamen Recherchen und Publikationen soll auch der Wissenstransfer zwischen Investigativ- und Lokaljournalismus gefördert werden. Zu diesem Zweck sind Weiterbildungen und Veranstaltungen mit Praxisfokus geplant. „Wir achten darauf, dass wir Angebote ergänzen und nicht verdoppeln“, sagt Lorenz Naegeli vom WAV Recherchekollektiv. Bei Fortbildungen und Veranstaltungen des LokalHubs stehe der Nutzen für konkrete Recherchen im Mittelpunkt. Verwandte Organisationen, wie etwa das Recherche-Netzwerk investigativ.ch, würden miteinbezogen.

Der LokalHub wird durch Beiträge der Stiftung Mercator Schweiz sowie der Volkart Stiftung unterstützt. Auf die Auswahl der Recherchen und die journalistische Vorgehensweise sowie das Produkt haben die Förderer keinen Einfluss.

WNTI

Winterthurer Stadtmagazin

Foto: © Nick Eichmann

WNTI

Aktueller Förderzeitraum: 2025 – 2027

WNTI ist das neue, unabhängige Lokalmedium für Winterthur. Darin entsteht digitaler Lokaljournalismus für die Stadt Winterthur: unabhängig, motiviert und ausgewogen.
Das Herzstück des Projektes, der Wintibrief, erscheint seit April 2025 jeden Werktag. Der Newsletter ist ‒ genau wie alle anderen journalistischen Inhalte von WNTI ‒ kostenlos verfügbar. Denn die Redaktion von WNTI glaubt, dass Lokaljournalismus für alle zugänglich sein soll.
WNTI entstand aus der gemeinsamen Vision zweier Organisationen: dem Verein für Winterthurer Medienvielfalt und dem Stadtmagazin Tsüri.ch. Sie bündeln ihre Kräfte, um mit einer lokal verwurzelten Redaktion, Kollaborationen mit Winterthurer Institutionen und einer engen Community-Bindung, Winterthur wieder mit fundiertem, eigenständigem Journalismus zu versorgen.

Public Discourse Foundation

Erforschung und Stärkung des öffentlichen Diskurses im Internet

Foto: © Aissa Tripodi

Public Discourse Foundation

Aktueller Förderzeitraum 2024 – 2028

Als gemeinnützige, politisch unabhängige Stiftung bezweckt die Public Discourse Foundation die Erforschung und Stärkung des öffentlichen Diskurses im Internet. Sie entwickelt Strategien, um toxische Sprache zu reduzieren und konstruktive Beiträge zu fördern, und übersetzt diese Forschungserkenntnisse in skalierbare Lösungen. Ihr Ziel ist es, den öffentlichen Diskurs so zu verbessern, dass sich möglichst viele Menschen eingeladen fühlen, daran teilzunehmen. Dadurch stärkt die Public Discourse Foundation die Meinungsfreiheit und -vielfalt, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Demokratie.

Im 2024 konzentrierte sich die Stiftung auf die Erarbeitung einer Strategie zur Zusammenarbeit mit den Medien und konnte durch Pilotprojekte mit Schweizer Medienhäusern wissenschaftlich relevante Daten gewinnen, um toxische Sprache und Hassrede besser zu verstehen. Methoden in der Inhaltsmoderation, die toxische Sprache in Online-Diskussionen effektiv reduzieren, wurden getestet. Zudem organisierte die Stiftung einen Workshop für Medienschaffende, um den Wissenstransfer zu fördern.

Im 2025 plant die Public Discourse Foundation, ihre Zusammenarbeit mit Medienpartnern zu intensivieren und neue Forschungsprojekte zu lancieren. Darüber hinaus wird der Aufbau und die Implementierung der Strategie zur Medienunterstützung im Fokus stehen.

WAV Recherchekollektiv

Gemeinwohlorientierte Rechercheorganisation

Foto: © Binta Kopp

WAV Recherchekollektiv

Aktueller Förderzeitraum 2025 – 2027

Als gemeinwohlorientierte Rechercheorganisation schafft das WAV Recherchekollektiv investigative Ressourcen, wo diese fehlen. Seit 2021 beleuchtet WAV Themen, die in der täglichen Berichterstattung oft übersehen werden. Die WAV-Recherchen ermöglichen einen kritischen Blick hinter die Kulissen und zeigen auf, wo in Sitzungszimmern und Board-Rooms Entscheidungen getroffen werden, die uns alle betreffen. Dafür arbeitet das elfköpfige Kollektiv mit anderen Journalist*innen, mit Redaktionen und Vertreter*innen der Zivilgesellschaft zusammen.

Media Forward Fund

ein Fonds für Medienvielfalt

Foto: © Media Forward Fund / Ivo von Mühlenen

Media Forward Fund

Förderzeitraum: 2024 – 2026

Der Zugang zu verlässlichen und differenzierten Informationen ist eine Grundlage demokratischen Zusammenlebens. Doch diese Funktion des Journalismus gerät durch die akute Transformationskrise der Medien unter Druck. Immer neue Sparrunden werden angekündigt, Redaktionen weiter ausgedünnt. Seit Juni 2024 setzt sich der Media Forward Fund dafür ein, die Medienvielfalt in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu stärken.

Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung tragfähiger Geschäftsmodelle in gemeinwohlorientierten Medienorganisationen. Gefördert werden Organisationen und Projekte in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die strukturelle Lücken oder Lücken in der Berichterstattung schliessen. Eine unabhängige Expert:innen-Jury entscheidet nach einem mehrstufigen Auswahlprozess über die Förderung. Neben finanzieller Unterstützung bietet der Fund praxisnahe Angebote für Upskilling und Community.

Nach 1,5 Jahren Förderpraxis zeigen erste Zahlen (Auswahl), dass dieser Ansatz trägt: In drei Calls gingen insgesamt 328 Bewerbungen ein. Heute fördert der Fund 11 Medienorganisationen mit 3,5 Mio. Euro (Zeitraum: 10/2024–12/2025). Diese Entwicklung macht deutlich, dass ganzheitliche Förderung den Raum schaffen kann, um an den richtigen Fragen zu arbeiten, langfristig tragfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln und zukunftsfähigen Journalismus zu ermöglichen.

JournaFONDS

Qualitätsjournalismus fördern und langfristig gewährleisten

Illustration: © Klawe Reczy

JournaFONDS

Aktueller Förderzeitraum: 2026 – 2027

JournaFONDS finanziert aufwändige Recherchen und Reportagen und will damit die Watch-Dog-Funktion des Journalismus stärken. Dieser ist stark unter Druck, weil sich zeitintensive Recherchen infolge Digitalisierung kaum noch monetarisieren lassen und deshalb die Gefahr droht, dass Medienhäuser diese vernachlässigen.  

Freie Journalist:innen sowie Redakteur:innen kleinerer Medienhäuser aus der ganzen Schweiz können bei JournaFONDS ein Finanzierungsgesuch für ihre Recherchen und Reportagen stellen. Eine dreiköpfige Jury, die jeweils aus zwei Medienschaffenden und einer/m Vertreter:in der Zivilgesellschaft besteht, entscheidet über die Projekte. Seit der Gründung im Jahr 2021 und bis Ende 2025 hat JournaFONDS 128 Projekte mit über 630’000 Franken unterstützt.  

JournaFONDS ist breit abgestützt. Zu den Mitgliedern gehören die Verlegerverbände Schweizer Medien, Médias Suisses, Stampa Svizzera, Verband Schweizer Regionalmedien und Medien mit Zukunft. Ausserdem der Verband der Schweizer Regionalfernsehen Telesuisse; der Verband Schweizer Privatradios, die Radios Régionales Romandes; die Berufsverbände und Gewerkschaften Schweizer Medienschaffender Impressum, Syndicom und SSM; der Think Tank Nouvelle Presse; der Verein Medien für alle; Media Forti, Koalition für Journalismus der Zukunft; die Jungen Journalistinnen und Journalisten Schweiz, oeffentlichkeitsgesetz.ch und investigativ.ch. 

CORRECTIV.Schweiz

Journalismus in der Schweiz stärken, wo die Medien immer weniger präsent sind

Foto: © Ivo Mayr, CORRECTIV

CORRECTIV.Schweiz

Aktueller Förderzeitraum: 2024 – 2026

CORRECTIV.Schweiz will den Journalismus in der Schweiz stärken: auch und gerade dort, wo Medien immer weniger präsent sind. CORRECTIV.Schweiz steht im Austausch mit lokalen Redaktionen, denen sie publikationsreife Daten, Material und Rechercherezepte bereitstellen. CORRECTIV.Schweiz recherchiert landesweite Themen und arbeitet heraus, wie sie die Menschen zuhause in den Dörfern und Städten betreffen. Zum Beispiel: Steuerfreie Spesengeschenke für Parlamentsmitglieder, Aktivitäten der rechtsextremen Jungen Tat, Barrieren in Schweizer Innenstädten. Die Storys publizieren die Lokalmedien, zugleich veröffentlicht CORRECTIV.Schweiz im eigenen Organ, dem 14-tägigen Spotlight Schweiz.

Als Netzwerk begegnen sie den erdrückenden Kapazitäts- und Ressourcenproblemen im lokalen Journalismus und schaffen die Basis für kritische Berichterstattung vor Ort, die die Gesellschaft stärkt. CORRECTIV.Schweiz ist die Tochter des investigativen Recherchenetzwerks CORRECTIV, das vor zehn Jahren in Deutschland gegründet wurde. Seit 2022 recherchieren sie von Bern aus zu Themen, die die Schweiz betreffen. Dabei steht für sie immer die Bevölkerung im Mittelpunkt: Etwa mit dem CrowdNewsroom, ihrer digitalen Plattform für groß angelegte Bürgerrecherchen, oder mit PopUp-Redaktionen an den Orten, wo etwas geschieht.

Hörkombinat :Politik

Podcast zu sozial- und wirtschaftspolitischen Themen

Foto: © Kanal K

Hörkombinat :Politik

Aktueller Förderzeitraum 2022 – 2023

Seit März 2022 veröffentlicht das Duo Hörkombinat (Elvira Isenring und Dominik Dusek) alle zwei Wochen einen etwa 30-minütigen Podcast zu sozial- und wirtschaftspolitischen Themen. Für jede Folge spricht es mit eine*r Journalist*in von engagierten Medien über eine aktuelle Recherche. Seine Partner*innen sind zurzeit die WOZ, Das Lamm, das Recherchekollektiv WAV, Surprise und Tsüri.ch. Auch die Republik oder CORRECTIV waren bereits zu Gast.

Ziel ist, die Themen einzuordnen und aufzuzeigen, was in der Schweiz und Europa politisch getan wird oder ob die Themen vielleicht gar zu wenig beachtet werden. Die Kombination aus Interview und eigenen Kommentaren bietet ein vertieftes Audio-Erlebnis und die Gelegenheit, das politische Geschehen und seine Folgen umfassend darzustellen, immer im Bewusstsein, dass soziale Gerechtigkeit zu schaffen die wohl wichtigste Herausforderung der Gegenwart ist.

Hörkombinat :Politik ist auf allen bekannten Podcast-Plattformen und bei mittlerweile sechs Schweizer Radiosendern zu hören.

real21

Medienförderung für vernachlässigte Auslandsthemen

Foto: © Ron Hansen

real21

Aktueller Förderzeitraum 2024 – 2026

Die Medienberichterstattung über Entwicklungen in Afrika, Asien, Lateinamerika oder Osteuropa leidet besonders unter dem Kostendruck auf die Redaktionen. Länder des Südens und Ostens finden meist nur Beachtung, wenn es sich um Katastrophen, Konflikte und Kriege handelt. Für ausgiebige Recherchen vor Ort fehlen oft die Zeit und das Geld, zudem mangelt es den Medien angesichts der abnehmenden Zahl fest stationierter Korrespondent:innen an Journalist:innen mit den nötigen Kenntnissen und Kontakten vor Ort.

Der Verein real21 unterstützt mit seinem Medienfonds eine qualitativ herausragende Auslandsberichterstattung über Themen, die von den Redaktionen aus finanziellen Gründen ausgeblendet werden. Im Jahr 2023 befassten sich die geförderten Projekte mit vergessenen Kontexten wie Tigray und Syrien sowie Themen wie Menschenhandel und prekären Arbeitsbedingungen. Die Reportagen wurden unter anderem in Publikationen wie Beobachter, Das Lamm, die Luzerner Zeitung, die NZZ am Sonntag, Reportagen, Republik und die WoZ veröffentlicht. Ein Höhepunkt war die Veröffentlichung als Cover-Geschichte in «Das Magazin» der Reportage von Barbara Achermann über die sogenannte «Grüne Mauer» in Senegal, die auch auf Französisch in der Tribune de Genève publiziert wurde.

Schweizer Presserat

Stellung nehmen zur journalistischen Berufsethik

Foto: © Schweizer Presserat

Schweizer Presserat

Aktueller Förderzeitraum 2022 – 2024

Seit 50 Jahren existiert die «Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten». Sie legt die Berufsregeln für Medienschaffende fest. Seit 45 Jahren kümmert sich der Schweizer Presserat um die Einhaltung dieser Regeln: Er nimmt auf Beschwerde hin oder von sich aus Stellung zur journalistischen Berufsethik. Er begründet, ob und warum ein Bericht in Presse, Radio, Fernsehen oder Internet den Journalismuskodex verletzt hat oder eben nicht. Damit sichert der Presserat den Diskurs, was echter, guter, fairer Journalismus darf.  Diese Reflexion ist wichtig für die Öffentlichkeit, aber auch für alle Medienschaffenden. Der Presserat ist eine Selbstregulierungsorganisation und wird von der Medienbranche selber getragen. Und er verteidigt die Presse- und Meinungsäusserungsfreiheit in der Schweiz. Denn ohne professionelle Medien gibt es keine funktionierende Demokratie.

Fotomuseum Winterthur

Get the Full Picture – (digitale) Bilder lesen und verstehen

Foto: © Fotomuseum Winterthur / Thi My Lien Nguyen

Fotomuseum Winterthur

Aktueller Förderzeitraum: 2025 – 2027

Bilder sind allgegenwärtig – allein auf Instagram werden täglich mehr als hundert Millionen Inhalte geteilt. Diese grosse Menge an visuellen Inhalten gilt es zu entschlüsseln, einzuordnen und kritisch zu reflektieren. Denn: Je informierter wir als Gesellschaft die Menge an visuellen Informationen, mit der wir täglich konfrontiert werden, navigieren können, desto selbstbestimmter und reflektierter nutzen wir mediale Inhalte. Das Projekt «Bild- und Medienkompetenz – Get the Full Picture» fördert eine eigenverantwortliche und kreative Bild- und Mediennutzung und zeigt auf: der digitale Wandel birgt nicht nur Herausforderungen, sondern ebenso Potenziale.

Wie können wir manipulierte oder vollständig computergenerierte Bilder erkennen? Wie unterscheiden sich Desinformationen von Nachrichten aus seriösen Quellen? Wie beeinflussen diese Bilder unser Denken und Handeln? Und wie können alternative Erzählungen – Bilder, die nicht den traditionellen Normen entsprechen – neue Denkweisen anstossen?

Das Projekt unterstützt Schüler_innen und Lehrpersonen im Rahmen von Workshops und Unterrichtsmaterialien dabei, Bilder zu lesen, zu interpretieren sowie zu kontextualisieren und einzuordnen. Zusätzlich bietet es auch eine Plattform für den Wissensaustausch. Expert_innen, Kunstschaffende sowie Bildungs- und Kulturinstitutionen werden eingeladen, an diversen Austauschformaten teilzunehmen, in deren Rahmen die Sensibilisierung für die Fokusthemen gefördert wird. Das Projekt übernimmt zudem eine beratende Funktion und hilft Institutionen, Museen und Expert_innen bei der Umsetzung eigener Projekte.

Der Hauptfokus bleibt die Förderung einer selbstbestimmten Nutzung visueller Informationen. Gleichzeitig unterstützt das Projekt eine kritische Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen, politischen und technischen Mechanismen, die sich hinter der Bildproduktion, -verbreitung und dem Bildkonsum verbergen.

Verein Fairmedia

Projekt FairmediaWATCH

Foto: © iStock

Verein Fairmedia

Aktueller Förderzeitraum: 2022 – 2025

«Fake News» stellen für Demokratien weltweit eine Herausforderung dar und haben das Potenzial unsere Gesellschaft zu spalten – auch in der Schweiz. Die grösste Gefahr besteht darin, dass Fehlinformationen den Weg bis in die Mitte der Gesellschaft finden.
Wie gross das Problem der «Fake News» in der Schweiz ist, weiss niemand so genau. Das Projekt FairmediaWATCH will das ändern. Recherchen und Monitorings sollen das Ausmass der Manipulation durch Fehlinformation zutage fördern und die Misinformation Literacy in der Bevölkerung stärken.
Fehlinformation lässt sich am besten entgegenwirken, in dem man Menschen präventiv aufklärt, also bevor sie ein problematisches Youtube-Video sehen oder den Link zu einer zwielichtigen Webseite erhalten.
Das Projekt schafft Wissen über das Thema in der Schweiz. Dieses Wissen soll mit der Bevölkerung und Entscheidungsträger:innen geteilt werden, damit wir gegen «Fake News» gut gewappnet sind.
Mit dem Projekt wird die Öffentlichkeit über «Fake News» in der Schweiz aufgeklärt, indem die Erkenntnisse aus den Monitorings mit der Öffentlichkeit geteilt und Workshops sowie Events zum Thema organisiert werden.

Der Verein Fairmedia, der seit 2015 besteht, leistet mit dem Projekt eine dringend notwendige Basisarbeit zum Thema Fehlinformation in der Schweiz – und einen Beitrag zur Stärkung der Demokratie.

ÖFFENTLICHKEITSGESETZ.CH

Das Regionen-Projekt des Medienvereins

Foto: © Marco Zanoni / Lunax

ÖFFENTLICHKEITSGESETZ.CH

Aktueller Förderzeitraum: 2023 – 2028

Der Verein Öffentlichkeitsgesetz.ch setzt sich seit 2011 für die konsequente Umsetzung der schweizerischen Öffentlichkeitsgesetze ein. Er ist eine wichtige Institution in der Medienlandschaft Schweiz, die Wissen weitergibt, Journalistinnen und Journalisten weiterbildet und die Informationspraxis auf Bundesebene und in den Kantonen nachhaltig verändert hat. Für Medienschaffende haben sich die Öffentlichkeitsgesetze zu einem wichtigen Recherchemittel entwickelt. Mit seinem Regionen-Projekt legt der Verein einen seiner Schwerpunkte auf die Kantone, um dort die Umsetzungspraxis zu optimieren. Auf Bundesebene sind Dokumente der Verwaltung seit 2006 öffentlich zugänglich. Auch die meisten Kantone haben das Öffentlichkeitsprinzip eingeführt. Alle Gesetze haben gemeinsam, dass sie die Transparenz über die Tätigkeit der Verwaltung und die demokratische Teilhabe fördern wollen. Die Arbeit des Vereins zielt darauf ab, durch eine gut etablierte Umsetzungspraxis des Öffentlichkeitsprinzips einen niederschwelligen Zugang zu Verwaltungsdokumenten für Medien und Öffentlichkeit zu gewährleisten. Dadurch werden die Voraussetzungen für qualitativ hochwertigen Journalismus gestärkt und eine informierte Diskussion über zentrale Themen zwischen Verwaltung und Öffentlichkeit ermöglicht.

Verein für Berner Medienvielfalt

Online-Medium «Hauptstadt»

Foto: © simonboschi.ch / hauptstadt.be

Verein für Berner Medienvielfalt

Aktueller Förderzeitraum: 2021 – 2026

Seit März 2022 publiziert die «Hauptstadt» auf hauptstadt.be Neuen Berner Journalismus. Entstanden ist das lokale Online-Medium durch ein Crowdfunding, das eine Gruppe von Journalist*innen angestossen hatte, die der Medienkonzentration nicht mehr schweigend zusehen wollte. Im Herbst 2021 lösten bei diesem Crowdfunding über 3000 Menschen ein Jahres-Abo des noch nicht existierenden Mediums. Mit momentan 4,5 Vollzeitstellen verteilt auf 8 Köpfe versucht die «Hauptstadt», in Bern andere Perspektiven auf den Lokaljournalismus zu bieten. Das schafft sie insbesondere mit ihrem dreimal wöchentlich erscheinenden Newsletter, der den Abonnent*innen knapp und kompetent zusammenfasst, was in und um Bern wichtig ist. Sie verlegt ihre Redaktion wie ein Pop-Up in angrenzende Gemeinden und dezentralere Quartieren der Stadt, wo die Journalist*innen für eine Woche arbeiten und ganz in diesen Ort eintauchen. Und sie publiziert den Stadtrat-Brief, der durch ein weiteres Crowdfunding im Dezember 2022 ermöglicht wurde und mit dem sie jetzt aus jeder Sitzung des Berner Stadtparlaments berichtet, was vorher kein anderes Medium mehr gemacht hat.

Foto: Die Hauptstadt fotografiert am 12. September 2022 im Quadrat Zollikofen für die Hauptstadt. (simonboschi.ch / hauptstadt.be)

Reflekt

das erste unabhängige, investigative und gemeinnützige Recherche-Team der Schweiz

Foto: © Florian Spring, Reflekt

Reflekt

Aktueller Förderzeitraum: 2026 – 2028

Seit der Gründung 2019 deckt das investigative Recherche-Team Missstände und Machtmissbrauch auf – von Adelboden bis Moçambique und von Zürich bis Eritrea. Die aufwändigen Geschichten wurden mehrfach ausgezeichnet und erreichten Hunderttausende Menschen. REFLEKT publiziert die Ergebnisse gemeinsam mit reichweitenstarken Medien im In- und Ausland und ansprechend aufbereitet über die eigenen Kanäle. Seit 2024 setzt das Team vermehrt auf Social Media, wo in einem Host-Videoformat die aufwändigen Recherchen auf unterhaltsame und witzige Weise erklärt werden. Dadurch erreichend die Recherchen ein grösstmögliches Publikum – insbesondere auch jüngere Zielgruppen. Das fördert den Zugang zu Wissen in der Gesellschaft und leistet einen Beitrag zur Demokratie.

Das Lamm

Digitalstrategie Medien

Das Lamm

Aktueller Förderzeitraum: 2021 – 2023

Die Redaktion von «Das Lamm» ist eine Gruppe junger Journalist*innen aus Zürich und der Welt, die mit ihrem Magazin seit 13 Jahren als laute und kritische Stimme zu mehr Diversität und Vielfalt in der Schweizer Medienlandschaft beiträgt. Die Beiträge weisen auf Missstände hin, die grössere Medien oft übersehen. Sie verstärken die Perspektiven derer, die sonst ungehört bleiben, und schauen den Mächtigen auf die Finger. Die Kernthemen sind Konsumverhalten, Politik, soziale Ungleichheit und Lebensweisen, die unsere Gesellschaft von morgen formen. Unter dem Motto «Auf den Punkt – gegen den Strich» ist dem «Lamm» aufrichtiger, fakten- und recherchebasierter Journalismus wichtig, der auf Haltung nicht verzichtet. Mit der Digitalstrategie 2022 werden während eineinhalb Jahren der Web- und Social-Media-Auftritt von «Das Lamm» revolutioniert und neue journalistische Formate entwickelt.

We.Publish Foundation

Digitale Infrastruktur & Netzwerk für Medien

Foto: © Silas Gotsch

We.Publish Foundation

Aktueller Förderzeitraum: 2023 – 2026

Die Stiftung We.Publish fördert unabhängige journalistische Angebote und die Medienvielfalt in der Schweiz. Das geschieht, indem sie zwei Ansätze miteinander verbindet: We.Publish vernetzt konzernunabhängige Medien in einem Wissens- und Artikelaustausch miteinander und transferiert die dort gewonnenen Erkenntnisse in eine digitale Infrastruktur. Diese Infrastruktur wird von den Medien als tägliches Arbeitsinstrument verwendet und so stetig weiterentwickelt. 

Von diesem dezentralen Aufbau profitieren alle Beteiligten. Die Medien wahren weiterhin ihre Unabhängigkeit, aber arbeiten nicht isoliert, sondern profitieren von den Synergien des Austauschs. Durch die gemeinsam genutzte Infrastruktur bleiben die Investitionen der einzelnen Redaktion tiefer als bei Einzellösungen und gleichzeitig können journalistische Innovationen gemeinsam angegangen werden.