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Volkart Stiftung

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Biodiversitätsschutz in eigener Sache

Der Schutz der Biodiversität in der Schweiz ist ein wichtiger Fokus innerhalb des Programms Ökologie der Volkart Stiftung. Dabei unterstützen wir nicht nur Projekte und Initiativen, die Biodiversitätsschutz vorantreiben, sondern bemühen uns darum, selbst mit gutem Beispiel voranzugehen.

Der Tössertobelbach in Winterthur war überwachsen und teils eingedolt und fristete ein unnatürliches Dasein. Die Volkart Stiftung und die Stadt Winterthur teilen sich das Grundstück, durch das der Bach fliesst. Auf unsere Initiative hin fanden erste Gespräche mit dem Tiefbauamt der Stadt Winterthur zu Möglichkeiten einer ökologischen Aufwertung des Tössertobelbachs im Bereich dieser Ländereien statt. Daraus hervorgehend wurde im Januar 2025 gemeinsam mit der Gewässerbeauftragten der Stadt Winterthur und einem Fachplanungsbüro ein Gesuch beim Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) des Kantons Zürich eingereicht. Ziel des Vorhabens war es, den Bachlauf in dem Gebiet durch Rückbau von Bachverbauungen und Erstellung von Durchlässen zur Förderung wertvoller wechselfeuchter Lebensräume innerhalb des Gewässerraumes zu renaturieren. Das Gesuch wurde vom Kanton bewilligt und finanziert, und das Vorhaben startete im Spätherbst 2025. Für die Realisierung der ökologischen Aufwertung wurde die gemeinnützige Naturschutzorganisation Verein Naturnetz einbezogen, und auch Zivildienstleistende halfen tatkräftig mit. Durch die Errichtung von vier «künstlichen Biberdämmen» (beaver dam analogs, BDAs) wurden durch Änderungen der Fliessgeschwindigkeit wechselfeuchte Lebensräume geschaffen. Im Mai 2026 erfolgt noch die Pflanzaktion (Wildstauden) und die Pflege der Vegetation durch eine Klasse der Kantonsschule Rychenberg und Verein Naturnetz. Diese begleiten das Projekt weiterhin und tragen Sorge für den Unterhalt und das Gedeihen der ökologischen Massnahmen. Infotafeln sollen die Bevölkerung über die Massnahmen informieren und für Biodiversitätsschutz sensibilisieren. Dies ist ein Beispiel dafür, dass Stiftungen nicht nur durch ihre Fördertätigkeit, sondern auch lokal im nachhaltigen Umgang mit ihren eigenen Ländereien und Liegenschaften ein Zeichen setzen und zu mehr Sichtbarkeit und positiver Resonanz von Klimaschutz- und Biodiversitätsmassnahmen beitragen können.

Fotos: Giuliano Bruhin